Stillleben

Warum schauen wir uns gerne Zeitschriften an, die sich mit z.B. mit Wohnen, Einrichten, Küche, Garten beschäftigen? Wegen der wundervollen Fotos darin, die unsere Blicke anziehen. Und wann kaufen wir etwas, das wir nicht kennen? Meist nachdem wir ein Produktfoto davon gesehen haben, sei es in Produktkatalogen oder in Internetshops.

Ein ansprechendes Foto kann unsere Kaufentscheidung ganz beträchtlich beeinflussen. In den eben angesprochenen Fällen handelt es sich um statische Motive, also um Stillleben, die unser Leben „bebildern“. Entgegen der landläufigen Meinung, unter Stilleben verstehe man einen langweilig arrangierten Obstkorb, kann Stilleben-Fotografie sehr viel Spaß machen. Denn man kann ungeheuer kreativ sein und braucht auch kein schickes Fotostudio.

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Was braucht man?

Eine Ecke in einem hellen Raum mit ein paar einfachen Kulissen und Lampen genügen, um loszulegen. Vermeide am Anfang das Fotografieren von Oberflächen aus Metall oder Glas, da sie unschön reflektieren. Vermeide ebenso harte Schatten, es sei denn, es gehört ausdrücklich zur Komposition dazu. Es ist daher vorteilhaft, die Lampen nicht unbedingt direkt auf den Gegenstand zu richten sondern z.B. die weiße Decke darüber zu beleuchten. Eine sehr gute Lichtstimmung zaubern auch Fotozelte(. Suche dir dann deine Requisiten zusammen. Wie die Szene am besten beleuchtet wird, ist sehr individuell, je nach Effekt, den man erzielen möchte. Hier ist Herumprobieren angesagt. Um herauszufinden, aus welcher Perspektive man fotografiert, bietet es sich an,  auch hier mit dem Apparat in der Hand alles auszuprobieren. Hat man dann seinen Standort und seinen Aufnahmewinkel gefunden, ist es unbedingt ratsam, ein Stativ zu verwenden. Damit kann dann auch bei kleinerer Blendenöffnung länger belichtet und die Schärfentiefe erhöht werden. Als Kulisse reicht eine schlichte Wand oder ein unifarbenes Plakat.  Oft versucht man, eine horizontale Linie zwischen Gegenstand und Hintergrund zu vermeiden, damit der Betrachter das Bild als Einheit sieht. Dazu kann auch z.B. eine Styroporplatte verwendet werden, die provisorisch mit Stoff bespannt wird und sich dann auch als Unterlage der Stilllebenkomposition anbietet. Manchmal ist eine strenge Trennung von Gegenstand und Horizont sogar vorteilhaft und gewollt. Von nun an bist du selbst der Regisseur und ordnest die Szene so an, wie es dir am überzeugendsten erscheint.

Der Vorteil des Stillebens: wie der Name schon sagt, es bewegt sich nicht, rennt nicht weg und du hast theoretisch alle Zeit der Welt. Am schwierigsten ist es mit dem Stillleben auch eine Stimmung zu transportieren. Dabei helfen können die Auswahl und Komposition der Gegenstände und des Lichts.

 

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