Warum Papier in der Fotografie noch immer aktuell ist

Ich bin auch im Digitalzeitalter immer ein Fan von Papieren geblieben. Nicht fürs Ausdrucken von Unterlagen, E-Mails etc., nein, aber für die schönen Dinge wie Skizzenblöcke, Büttenpapier und natürlich Fotopapier. Da ist Papier in der Fotografie für mich nicht wegzudenken.

Papier gab es in China übrigens schon vor ca. 2000 Jahren, nach Europa kam es aber erst im Mittelalter. So wurde erst im Jahre 1390 in Nürnberg die erste Papiermühle in Deutschland gebaut. Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks 1445 sorgte in Europa im 16. Jh. dann für einen großen Aufschwung in der Papierproduktion. Seitdem hat sich viel getan, es wurden viele papierverwandte Materialien hergestellt, wie z.B. die Wellpappe, später hat man sich auch Gedanken über die Wiederverwertbarkeit von Altpapier gemacht und heraus kam das Recyclingpapier. Und immer wieder gibt es neue und erstaunliche Ideen zur Herstellung, Verarbeitung und Veredelung von Papier, zum Nutzen von uns Fotografen.

Warum mir Papier gerade in der Fotografie wichtig ist

Natürlich ist es auch schon lange gang und gäbe seine Wände mit digitalen Bildrahmen zu dekorieren, aber ich weiß nicht wie es euch geht – ich finde Digitalrahmen nichtssagend und ausdruckslos, mir sind Papier und artverwandte Materialen als Wandschmuck lieber. Das liegt daran, dass die Aussage eines Kunstwerks eben nicht nur über seine Form und Farbe transportiert wird, sondern auch ganz speziell über sein Material und seine Verarbeitung. Eine edle Papier-Haptik verleiht dem Bild gleich mehr Klasse. Daher bin ich auch ein Fan von FineArt-Papier, das einen hohen Tonwertumfang sowie eine hohe Lichtbeständigkeit aufweisen muss. Das wird durch besondere Papierveredelungsverfahren erreicht, bei denen Silicea, Bindemittel und zum Teil optische Aufheller verwendet werden.

Papierveredelungsverfahren für Fotodrucke – welche gibt es und was bringen sie?

Papierveredelung bezeichnet eine Veränderung der porigen Oberfläche von Papier durch eine zusätzliche Beschichtung. Durch diese bekommt das Papier entweder einen bestimmten Glanz, eine Struktur oder vorab definierte Effekte, die es in seiner ursprünglichen, unbearbeiteten Form nicht besitzt.

Als Synonym für den Begriff der Papierveredelung wird oft der Begriff der Druckveredelung verwendet. In der Druckindustrie wird dank der Papier- oder Druckveredelung eine Veränderung der Papieroberfläche erzielt, die das Printprodukt als Ganzes zum einen durch den Schutz vor Abnutzung langlebiger macht, zum anderen durch eine optische oder haptische Aufwertung zu dessen Verkauf oder zum Verkauf der darin dargestellten Produkte oder Dienstleistungen beiträgt. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Papierveredelung)

Kaschierung

Beim Kaschieren, das es in zahlreichen Varianten gibt, werden mehrere Lagen gleicher oder verschiedener Materialien miteinander verbunden. Das bedruckte Papier wird beidseitig verklebt und auf eine Trägerplatte aufgebracht. Das Verfahren wird vor allem verwendet für Messewände, Kunstdrucke, stabile Poster und Landkarten.

Cellophanierung

Mit diesem Verfahren erhalten Druckbögen/Fotos eine hochwertige Oberfläche mit Griff- und Scheuerschutz. Die matte Cellophanierung verleiht einen weichen und angenehmen Charakter mit einer schönen Haptik und führt zu einer 1.500 mal höheren Lebenserwartung. Die hochglänzende Cellophanierung dagegen verleiht den Farben eine hohe Strahlkraft und Tiefe. Gleichzeitig besteht ein guter Schutz gegen Kratzer und Feuchtigkeit. Es ist sowohl eine einseitige als auch eine zweiseitige Cellophanierung möglich.

UV-Lackierung

UV-Lacke schützen das Bild vor UV-Licht, so dass es nicht vergilben kann. Eine UV-Lackierung ist sowohl partiell möglich (nur für bestimmte Bereiche des Bildes, z.B. ein Logo) als auch für das komplette Bild. Die partielle Lackierung wird hauptsächlich zum Setzen von haptischen Akzenten eingesetzt.

Silber- und Goldfolie

Die Veredelung mit Gold- oder Silberfolie ist eine Methode, die sich weniger für Großformate eignet, aber vielleicht für diejenigen unter euch interessant ist, die besondere Visitenkarten planen.

Wenn ihr für die genannten Veredelungsverfahren einen kompetenten Ansprechpartner sucht, könnt ihr euch beispielsweise an www.cewe-print.de * wenden.

Prägetechnik

Prägungen machen sich auch sehr schön in Verbindung mit gedruckten Bildern, manchmal auch im Passpartout-Rahmen. Es gibt ganz verschiedene Arten von Prägungen, z.B. Reliefprägung, Strukturprägung, Blindprägung. Dabei werden mit Hilfe eines Prägestempels bestimmte Partien des bedruckten Materials hervorgehoben (hochprägen) oder vertieft (tiefprägen).

Lasercut & Lasergravur

Das Stanzen und Gravieren von Papier mit Laserlicht eröffnet ungeahnte Möglichkeiten in der Bearbeitung von Papier. Damit sind feinste Schnitte und Muster möglich, die ein Bild optisch aufwerten können und zu einem Eyecatcher machen.

Wenn ihr euch mit dem Gedanken tragt einmal Laserschnitt und -gravur auszuprobieren, könnt ihr euch an www.palegra.de wenden.

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